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Erfinderinnenpreis 2019

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, sagt in seinem Grußwort zum Erfinderinnenpreis:

"Wenn es ihn nicht schon gäbe, müsste man den Erfinderinnenpreis erfinden. Denn es ist höchste Zeit, den schöpferischen Beitrag von Frauen in der Wirtschaft zu würdigen – einen Beitrag, auf den keine moderne Industriegesellschaft verzichten kann. Denn Innovationskraft ist heute der wichtigste ökonomische Erfolgsfaktor. Und jede Innovation beginnt mit einer Erfindung.

Ich wünsche mir, dass der Erfinderinnenpreis mehr Frauen ermutigt, ihre Ideen und Produkte auf den Markt zu bringen – denn davon kann unsere Volkswirtschaft nur profitieren."

Die Preisverleihung am 4. Mai 2019

Dr. Leon Windscheid, Juror der SAT 1-Show „Wie genial ist das denn?“, sagt in seiner Keynote zur Preisverleihung:

"Wir brauchen einen Erfinderinnenpreis, weil 2019 da oben noch ganz viele Männer sitzen, die da nur sitzen, weil sie Mann sind. Wenn wir den Männern allein das Feld überlassen, dann verlieren wir die Hälfte der besten Erfindungen."

Wir gratulieren:

Dr.-Ing. Karin Weigelt

Kategorie "Technologie"

Karin Weigelt hat mit Prismade ein "printed smart device" entwickelt. Hinter dieser Technologie verbirgt sich eine elektrisch leitfähige Druckfarbe. Diese kann mit herkömmlichen, industriellen Druckmaschinen genutzt werden. Dadurch kann jedes beliebige Druckprodukt mit einer elektronischen Schnittstelle zu Smartphones und digitalen Dienstleistungen ausgestattet werden. Gleichzeitig bleibt das Druckprodukt  vollständig kompostierbar.

"Ich freue mich außerordentlich über die Auszeichnung, da mir das Thema Erfindungen und Schutzrechte persönlich sehr am Herzen liegt. Der Erfinderinnenpreis bedeutet für mich Anerkennung und Motivation zugleich. Mit der Erfindung ermöglichen wir unseren Kunden Druckprodukte mit einer elektronischen Schnittstelle zu Smartphones auszustatten und basierend darauf neue digitale Geschäftsmodelle zu etablieren. Durch die geschickte Kombination von industriellen Druckverfahren und elektrisch leitfähiger Farbe bleiben die Druckprodukte dabei vollständig kompostierbar. Der Erfinderinnenpreis spornt mich dazu an diese Technologie auch zukünftig weiterzuentwickeln."

Kim Eisenmann

Kategorie "Service & Sozial"

Kim Eisenmann hat mit dem Xantus Drinkcheck Armband das erste Armband erfunden, mit dem man Getränke auf die bekanntesten K.o.-Tropfen testen kann. Neben dem Testen schützt das Armband präventiv, da es Täter abschreckt und somit die Sicherheit erhöht.

"Ich möchte mich herzlich für den Preis und die damit verbundene Anerkennung bedanken. Gerade als junger Mensch ist es ein wahnsinnig tolles Gefühl, für andere eine vorbildliche Rolle einnehmen zu dürfen und zu wissen, dass man mit seiner Arbeit und seinem Engagement das richtige tut. Ich hoffe, dass ich mit meiner Art junge Mädchen und Frauen inspiriere, eigene Wege zu gehen und an die eigenen Vorhaben zu glauben."

Dr. Jenny Müller

Kategorie „Geschäftsmodell & Organisation“

Jenny Müller hat mit dem Start-up DIE FRISCHEMANUFAKTUR zusammen mit der  Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Unterstützung von 3M ein einzigartiges Verfahren entwickelt, das Fresh-Cut Obst bis zu 10 Tage frisch hält. Nutzen: ca. 70% weniger Lebensmittelabfall!

"Als Kind war für mich Erfinder der faszinierendste Beruf überhaupt. Allerdings habe ich da eher an Erfindungen im Stil von Daniel Düsentrieb von Disney gedacht. Dass ich selbst einmal einen Erfinderinnen-Preis bekomme und damit ja auch eine Erfinderin bin, hätte ich mir nicht träumen lassen. Die Kind-Jenny wäre sehr stolz auf mich. Der Preis rührt mich und zeigt, dass DIE FRISCHEMANUFAKTUR auf dem richtigen Weg ist. Mich freut die Auszeichnung wirklich sehr."

Marcella Hansch

Sonderpreis „Humanismus 4.0“

„Humanismus 4.0“ setzt sich für eine kooperative Gesellschaft ein mit dem Ziel, die Herausforderungen der Gegenwart gemeinschaftlich zu lösen und die Zukunft menschen- und umweltfreundlich zu gestalten. Der Sonderpreis geht in diesem Jahr an die Architektin Marcella Hansch und ihre Erfindung ‚Pacific Garbage Screening‘, ein Projekt zur Säuberung der Weltmeere von Plastik.

"Für mich ist es besonders wichtig, die Menschen auf positive Weise zu bewegen und zu motivieren, sich für unseren Planeten einzusetzen. Denn unsere kommenden Generationen, sind diejenigen, für die wir einen gesunden Planeten hinterlassen müssen. Für unsere Zukunft, für unsere nachfolgenden Generationen, für unsere Menschheit! Daher freue ich mich besonders mit dem Sonderpreis für Humanismus ausgezeichnet zu werden."